Gemeinderat erhebt Einsprache gegen die Nutzungsplanung Moorlandschaft Sägel/Lauerzersee
Der Nutzungsplan Moorlandschaft Sägel/Lauerzersee umfasst zu einem grossen Teil das Gebiet der Gemeinde Steinen. Hinzu kommt, dass die Gemeinde Steinen im Plangebiet Grundeigentum besitzt. Das Interesse der Gemeinde Steinen ist deshalb gross, sich gegen die übermässigen Schutzziele zu wehren, welche die Bevölkerung von Steinen, aber auch die ganze Bevölkerung der Region, in ihrer Freizeit- und Erholungsgestaltung, aber auch im Berufsalltag, stark einschränken würden.
Bereits während dem behördlichen Mitwirkungsverfahren liess sich der Gemeinderat Steinen gegenüber dem federführenden kantonalen Umweltdepartement kritisch vernehmen und beantragte entsprechende Anpassungen. In der nun vorliegenden öffentlich aufgelegten Nutzungsplanung ging das Umweltdepartement nicht auf die Eingaben und Forderungen des Gemeinderates ein, sodass sich dieser veranlasst sah, Einsprache zu erheben.
Der Gemeinderat macht in seiner Einsprache Verfahrensfehler geltend, wehrt sich punktuell gegen konkrete Bestimmungen und stellt insgesamt 33 Anträge. So bekämpft er u.a. den Rückbau der Sägelstrasse und fordert im Sinne der Erhöhung der Verkehrssicherheit und angesichts der Wichtigkeit und Benützungshäufigkeit der Sägelstrasse einen Ausbau mit separaten Fahrbahnen, damit der motorisierte Verkehr vom Langsamverkehr entflochten werden kann. Zudem setzt sich der Gemeinderat dafür ein, dass die Wohnwagen im Campingplatz Buchenhof ausserhalb der Betriebssaison nicht von ihren Stellplätzen in ein Winterlager verschoben werden müssen. Des Weiteren kämpft der Gemeinderat gegen Einschränkungen und Aufhebungen von beliebten Fusswegen rund um das Alters- und Pflegezentrum Au, gegen ausufernde und zusätzliche Störungspufferzonen sowie das Setzen von Bojen auf dem Lauerzersee.
Der Gemeinderat wird die Steiner Bevölkerung über den Verlauf des Einspracheverfahrens auf dem Laufenden halten.